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Myome

Bei Myomen handelt es sich um gutartige Muskelknoten der Gebärmutter, die dort an verschiedenen Stellen wachsen und teilweise sehr groß werden können. Sehr viele Frauen haben solche Knoten, bei den meisten spielen sie keine Rolle und müssen auch nicht behandelt werden. Weniger die Größe als vielmehr die Lage der Knoten in der Gebärmutter ist dafür verantwortlich, ob ein Myom Beschwerden bereitet oder nicht. Besonders die Knoten, die direkt unter der Gebärmutterschleimhaut oder in der Gebärmutterhöhle wachsen, führen häufig zu Blutungsstörungen (meist starke, oft lang anhaltende Blutungen) oder schmerzhaften Periodenblutungen. Sie können die Ursache für eine ungewollte Kinderlosigkeit sein. Große Knoten gehen relativ häufig mit Rückenschmerzen einher oder führen durch Druck auf Harnblase oder Enddarm dort zu Beschwerden. Das Größte operierte Myom im Zentrum für Frauenheilkunde wog knapp 6 kg, was beinahe zwei reifen Neugeborenen entspricht. Die Patientin hatte allerdings kaum Beschwerden.

Diagnostik und Therapie

Zur Diagnostik wird heute in der Regel eine Ultraschalluntersuchung durch die Scheide durchgeführt. Durch moderne, hoch auflösende Ultraschallgeräte können auch die oft kleinen, der Schleimhaut anliegenden Knoten diagnostiziert werden. Allerdings darf man sich nicht vollständig auf den Ultraschall verlassen. Gerade bei Blutungsstörungen ist immer wieder eine Gebärmutterspiegelung notwendig, um die exakte Diagnose zu stellen.


Therapie
Prinzipiell gilt, dass nur Knoten, die Probleme bereiten, auch behandelt werden sollten. Spätestens nach den Wechseljahren bilden sie sich zurück oder stellen ihr Wachstum ein. Die konservative Therapie mit Hormontabletten oder Spritzen führt in der Regel nicht zum Erfolg. Weder in der Vorbeugung eines Myomwachstums noch in der Therapie von Beschwerden spielt diese Therapieform eine entscheidende Rolle. So genannte GnRH-Analoga wurden eine Zeit lang eingesetzt, um durch den durch sie ausgelösten Entzug von Sexualhormonen die Myome schrumpfen zu lassen. Dies geschieht auch, allerdings nur so lange, wie diese Medikamente gespritzt werden. Als Vorbereitung für eine Operation, um die verkleinerten Myome besser operieren zu können, wird hier auch keine Indikation mehr gesehen.

Operative Verfahren spielen sicherlich die wichtigste Rolle bei der Therapie. Dabei werden die Knoten unter Schonung der Gebärmutter entfernt. Diese Eingriffe werden von den Ärzten des Zentrums für Frauenheilkunde in der Regel durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) oder Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) durchgeführt, selten durch einen Bauchschnitt. Die Regel ist, dass Knoten in der Gebärmutterhöhle oder unter der Schleimhaut bis zu einer Größe von 3 cm durch eine Gebärmutterspiegelung operiert werden. Die Anzahl spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Größere Knoten werden laparoskopisch (durch Bauchspiegelung) entfernt. Darin hat das Ärzteteam eine sehr große Erfahrung und ist in der Lage, auch große Knoten mit dieser Methode zu entfernen. Befinden sich viele größere Knoten in der Gebärmutter, die bis nahe an den Bauchnabel reichen, wird ein Bauchschnitt (Laparotomie) angewendet. Selbstverständlich kann, wenn es von der Patientin gewünscht wird, auch die gesamte Gebärmutter oder Teile davon entfernt werden. Alternative Verfahren wie Myomembolisation oder Ultraschallablation bietet das Zentrum für Frauenheilkunde nicht mehr an. Sie sind nach Meinung des ärztlichen Teams für die Betroffene nicht von Vorteil. Bei der Myomembolisation werden kleine Partikel in die die Gebärmutter versorgenden Gefäße gegeben, was zu deren Verstopfung und dadurch zu einer Verkleinerung der Knoten führt.