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Neues Schlaflabor in Halle

Das Schlaflabor ist innerhalb des Klinikums Halle umgezogen. Im zweiten Obergeschoss erscheint die Station 6 in neuen Farben. Der angenehme Blauton der Wände sorgt für eine beruhigende Atmosphäre. Die technische Abteilung hat über einen Zeitraum von 5 Monaten die Räumlichkeiten von Grund auf saniert. Durch die moderne Austattung bieten sich dem Team um Dr. med. Jörg Schmitthenner und Kerstin Löwenstein ganz neue Möglichkeiten. Pro Jahr werden ungefähr 500 Patienten im Schlaflabor behandelt.

Die Kapazität der Station wurde auf 7 Betten erweitert. Somit ist es nun auch Familienmitgliedern der Patienten möglich, vor Ort zu übernachten. Moderne Sessel und Flachbildschirm-Fernseher verleihen den Räumen eine gewisse Wohlfühlatmosphäre. Doch auch die technische Ausstattung in den Patientenzimmern hat Einiges zu bieten. Mithilfe von Audio- und Videogeräten ist es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Station möglich, die Schlafgewohnheiten der Patienten zu verfolgen. Diese werden im Überwachungsraum genaustens beobachtet. Neben der Atmung werden unter anderem Blutwerte und Hirnströme auf den Monitoren angezeigt, um eine detaillierte Analyse zu gewährleisten.

Zuvor befand sich das Schlaflabor noch im Anbau des ehemaligen Verwaltungstraktes. Dort gab es jedoch entscheidende Einschränkungen. Besonders die Größe der Türen stellte das Personal vor Probleme. Diese waren nämlich zu klein, um Betten hindurch zu transportieren. Aus diesem Grund wurde der Entschluss für den Umzug des Schlaflabors gefasst. Der neue Standort bringt einige Vorteile mit sich. Wenn beispielsweise eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich ist, ermöglicht die Nähe zu anderen Abteilungen des Krankenhauses eine schnelle Übergabe der Patienten.

Das ist besonders wichtig für den Arbeitsablauf im Schlaflabor, denn in Zukunft will man sich vor allem auf die Behandlung schwerkranker Patienten konzentrieren. Zuvor waren hauptsächlich „Schnarchpatienten“ stationär untergebracht. Doch es kann vielseitige Ursachen für eine Schlafstörung geben. Chronische Lungenentzündungen, Herzinfarkte oder Schlaganfälle sind nur wenige davon. Man solle die Schlafmedizin nicht unterschätzen, meint Dr. Jörg Schmitthenner.

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