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Darmkrebsmonat März

Prof. Dr. hc (TashPMI) Dr. med. habil. Mathias Löhnert


Darmkrebs ist eine Erkrankung, die über lange Jahre hinweg sehr langsam und unauffällig wächst, ohne dass die Betroffenen etwas davon bemerken. Treten die ersten Beschwerden auf, ist die Krankheit schon meistens fortgeschritten. Deshalb empfiehlt Prof. Dr. Mathias Löhnert vom Klinikum Bielefeld Rosenhöhe, vor allem Männern mit der Darmkrebsvorsorge bereits ab dem Alter von 50 Jahren zu beginnen.

„Aktuelle Studien der AOK Baden-Württemberg, der Bosch BKK und MEDI Baden-Württemberg  zeigen, dass das Risiko an Darmkrebs zu erkranken ab dem 50. Lebensalter rapide ansteigt und Männer in diesem Alter deutlich gefährdeter sind als Frauen“, stellt Löhnert fest. Andere Experten unterstützen die Empfehlung von Prof. Dr. Löhnert. Auch sie schätzen die Darmkrebsvorsorge bereits mit 50 Jahren als sinnvoll ein, da im Jahr 2013 210.000 Patientinnen und Patienten mit einer bis zu fünf Jahre zurückliegenden Darmkrebsdiagnose ermittelt wurden. Je früher Krebs im Darm erkannt wird, desto höher ist die Heilungschance.

Im Rahmen einer Sonderveranstaltung zum Darmkrebsmonat März im Rahmen von „Bürger fragen, Ärzte antworten!“ wird es am 22. März ab 18 Uhr am Klinikum Bielefeld Mitte eine Informationsveranstaltung geben, bei der Prof. Löhnert gemeinsam mit niedergelassenen Ärzten informiert.

Vorsorge rettet Leben
Die Krankheit ist bei einer vorzeitigen Diagnose bis zu 100% heilbar, da die Entartung von Darmpolypen zu bösartigen Tumoren bis zu zehn Jahre dauern kann. Diese langsame Entwicklung bietet die Möglichkeit, durch Früherkennungsmaßnahmen die Krankheit zu entdecken, vollständig zu verhindern und zu heilen. Ein Beispiel für diese Maßnahme ist die Darmspiegelung, bei der sogar Krebsvorstufen entfernt werden, bevor sie sich zu bösartigen Tumoren entarten. Deshalb ist diese Untersuchung neben der Identifizierung von vorhandenen Tumoren auch eine Krebsvorsorge. Des Weiteren hat in Deutschland jede/r Versicherte ab 50 Jahren Anspruch auf regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs (Stuhluntersuchungen), die Teil des gesetzlichen Früherkennungsprogramms sind. Die Kosten werden sowohl von gesetzlichen, als auch von privaten Kassen übernommen.

Die Situation in Deutschland
Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) ist der Darmkrebs einer der häufigsten Erkrankungen und Todesursachen in Deutschland. Jährlich erkranken mehr als 62.000 Frauen und Männer daran, rund 30.000 der Betroffenen sterben an ihren Folgen.

Was ist Darmkrebs?
Unter Darmkrebs werden bösartige Tumorerkrankungen im Bereich des Dickdarms bezeichnet, die vor allem die Abschnitte des Grimm- und Mastdarms und selten auch des Afters betreffen. 90 Prozent aller Darmkrebserkrankungen entwickeln sich aus gutartigen Polypen, die sich zu Karzinomen entarten, so Felix Burda-Stiftung.

Risikofaktoren
Tabakkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel und der häufige Konsum von rotem Fleisch und daraus verarbeiteten Produkte stellen eine Gefahr für eine Darmkrebserkrankung dar. Aber auch genetische Faktoren und Erkrankungen können das Risiko daran zu erkranken erhöhen. Ein weiterer Erkrankungsfaktor ist zudem der fortschreitende Alter.

Konsequenzen
Die daraus resultierenden Einschränkungen sind z.B. Schwierigkeiten mit der Ernährung und Verdauung. Die Anlage eines künstlichen Darmausganges (Stoma), ist für die meisten Darmkrebspatientinnen und –patienten belastend im Alltag und hat eine negative Auswirkung auf die soziale Dimension der gesundheitlichen Lebensqualität.

Prof. Dr. hc (TashPMI) Dr. med. habil. Mathias Löhnert studierte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo er auch seine Facharztausbildung zum Chirurgen begann. Mit einem Stipendium der japanischen Gesellschaft für Chirurgie, erlernte er an der Kitasato Universität in Sagamihara, Japan, neue Endoskopietechniken, die er nach Deutschland brachte. Nach der Ernennung zum Oberarzt in der Universität Kiel, leitete er dort die koloproktologische Sprechstunde der Universität. Seit 2000 ist er der Chefarzt der chirurgischen Klinik Rosenhöhe in Bielefeld und beschäftigt sich im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit hauptsächlich mit der Diagnostik und Behandlung von Darm- und Enddarmerkrankungen mit dem Schwerpunkt auf Inkontinenztherapie. Außerdem ist er auch Mitglied in Fachgesellschaften wie Deutsche Gesellschaft für Chirurgie und Deutsche Gesellschaft für Koloproktologie.

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