Mit kühlem Kopf durch die Hitzewelle

Nach einer kurzen Verschnaufpause ist der Sommer nun wieder zur Höchstform aufgelaufen. Die 30 Grad Marke wurde längst geknackt, jeden Tag wandert die Anzeige des Thermometers noch etwas höher. Dass Wärme und Sonnenschein auch ihre negativen Seiten haben, bekommen nicht nur hitzeempfindliche Menschen am eigenen Leib zu spüren. Neben Sonnenbrand und Trägheit drohen bei den hohen Temperaturen auch Appetitlosigkeit und Dehydrierung. Obwohl das Wetter die Lust auf das Kochen und Essen raubt, ist eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung besonders wichtig.

Tipp Eins - Trinken schon bevor das Durstgefühl einsetzt

Die kleinste Bewegung reicht aus und schon klebt das T-Shirt schweißnass auf der Haut. Bei hohen Temperaturen wird selbst ein kurzer Spaziergang zu einer Höchstleistung. Mehr als 10 Liter Flüssigkeit verliert der Mensch an heißen Tagen. Logisch, dass dieses Defizit dringend wieder aufgefüllt werden muss. Als Faustregel gilt: Etwa 40 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht sollten täglich zugeführt werden- am besten gleichmäßig über den Tag verteilt. Besonders bei Kopfschmerzen, Schwindel oder verminderter Konzentrationsfähigkeit sollte man dringend zur Wasserflasche greifen. Experten raten dazu, jederzeit ein Getränk bei sich zu haben und regelmäßig in kleinen Schlucken zu trinken. Bestenfalls sollte gar kein Durstgefühl entstehen. Denn: Ist ein Mensch durstig, hat der Körper bereits einen nicht unerheblichen Flüssigkeitsverlust erlitten.

Tipp Zwei - Weder eiskalt noch kochend heiß

Die Luft ist heiß, der Schweiß läuft in Strömen und man sucht verzweifelt nach Wegen, um den Körper etwas abzukühlen. Da erscheint der Griff zur eiskalten Flasche aus dem Kühlschrank sehr verlockend. Leider verspricht das Trinken von kalten Getränken nur eine kurzzeitige Erleichterung. Hat der Körper sich erst an die Temperatur des Wassers gewöhnt, wird die Hitze umso stärker wahrgenommen. Das Gegenteil des  erhofften Effekts tritt ein: Es wird noch mehr Schweiß produziert. Ähnlich verhält es sich beim Genuss von Heißgetränken. Wer sich möglichst schonend hydriert halten möchte, greift am besten zu lauwarmem Leitungswasser oder ungesüßten Kräuter- oder Früchtetees. Getränke wie Limonaden, Kaffee oder Bier sollten nicht als Durstlöscher dienen.

Tipp Drei - Möglichst wenig Fett

Die Vorstellung, bei Hitze am Herd zu stehen und Essen zuzubereiten ist oft alles andere als verlockend. Sowieso nehmen die meisten Menschen im Hochsommer einen verringerten Appetit bei sich selbst wahr. Um den ohnehin schon belasteten Kreislauf nicht noch mehr herauszufordern, sollte man auf fettig verarbeitete Speisen wenn möglich verzichten. Stattdessen können kleine Portionen Obst oder ein gemischter Salat leicht verdaut werden und liefern außerdem wichtige Vitamine und Nährstoffe. Wer auf den traditionellen Grillabend nicht verzichten möchte, kann anstelle von Bratwürstchen auch magere Steaks oder frische Gemüsespieße auf dem Rost garen.

Tipp Vier - Vorsicht bei ungekühlten Lebensmitteln

Während Menschen unter der Hitze leiden, fühlen sich Bakterien und Keime wie etwa Salmonellen ganz besonders wohl. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Eier, Fleisch, Fisch oder Milchprodukte müssen  kühl gelagert werden. Besondere Vorsicht gilt zum Beispiel beim Verzehr von Mayonnaise, die in ungekühlten Behältern der Wärme ausgesetzt ist oder bei flüssig aussehendem Milcheis. Einkäufe sollten zuhause direkt ausgepackt und in den Kühlschrank gestellt werden. Bei Temperaturen unter 6 Grad können Salmonellen sich kaum noch vermehren, gekühlte Lebensmittel sind also ohne Bedenken verzehrbar. Auch durch das Erhitzen auf über 70 Grad werden die Bakterien vernichtet.

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