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Chirurgie der peripheren Nerven

Früher bedeuteten Verletzungen der peripheren Nerven eine endgültige Lähmung am betroffenen Arm oder Bein. Die schweren Verletzungen in den Weltkriegen haben jedoch die Medizin soweit entwickeln lassen, dass bereits in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts die ersten Nähte verletzter Nerven durchgeführt wurden. Damals war auf Grund der fehlenden Vergrößerungsmöglichkeiten nur eine grobe Nervenchirurgie möglich.

Es dauerte dann noch einmal 40 Jahre, ehe der Einsatz eines Operationsmikroskopes die Nervennaht unter der notwendigen Vergrößerung erlaubte. Mit dem Einsatz des Operationsmikroskops im Routineablauf in der Nervenchirurgie sind auch die Ergebnisse nach Nervennähten deutlich besser geworden. Allerdings werden Verletzungen peripherer Nerven auch heute noch relativ stiefmütterlich behandelt und fast ausschließlich in Spezialabteilungen versorgt.

Die Klinik ist ein solches Spezialzentrum, das sowohl die Engpasssyndrome von Nerven als auch die primäre und sekundäre Versorgung von Nervenverletzungen durchführt. Hierzu gehören Operationen bei Kompressionssyndromen (z.B. Karpaltunnelsyndrom, Ulnarisrinnensyndrom, Tarsaltunnelsyndrom etc.), Nervenrekonstruktionen durch Nervenverpflanzungen im Bereich von Schulter, Arm und Bein sowie funktionsverbessernde Eingriffe durch Verlagerungen von Muskeln und Sehnen (sog. Ersatzplastiken). Auch geburtsbedingte Verletzungen des Arm-Nervengeflechtes bei Säuglingen und Kindern werden sowohl im Hinblick auf die Nerven als auch hinsichtlich der Muskel- und Sehnenumsetzungen versorgt. Sollte eine solche Nervenversorgung nicht zum gewünschten Erfolg führen, bestehen Möglichkeiten, über die Umsetzung verschiedener Muskeln und Muskelgruppen eine neue Balance zu schaffen.

Patientinnen und Patienten, die an einer Nervenverletzung oder an den Folgen einer solchen Verletzung leiden, können gern einen Untersuchungstermin mit der Klinik vereinbaren.