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Kalkschulter

Beschreibung
Bei dieser Erkrankung bilden sich kalkartige Ablagerungen in den Sehnen und Schleimbeuteln der Schulter. Die Ursache für diese als Kalkschulter bezeichnete Erkrankung ist noch nicht genau geklärt. Statistisch gesehen sind Frauen häufiger betroffen als Männer, meist im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Ist die eine Schulter erkrankt, besteht ein Risiko von ca. 30%, dass sich auch in der anderen Schulter einmal Kalk ablagert. Die Beschwerden ähneln denen beim Engpasssyndrom. Neben Bewegungsschmerzen finden sich häufig auch Nachtschmerzen. Die Patienten können nicht auf der betroffenen Seite liegen. Die Ursache für die teilweise sehr ausgeprägte Schmerzsymptomatik liegt in einer starken Entzündungsreaktion des Schleimbeutels, die durch den Kalk ausgelöst werden kann. Die Erkrankung verläuft gutartig, da der Körper den Kalk selbst auflösen kann. Dieser Vorgang kann aber sehr lange andauern.

Diagnostik
Neben der orthopädischen Untersuchung ist ein aktuelles Röntgenbild der Schulter entscheidend für die Diagnosestellung und Prognoseeinschätzung. Auch mit Ultraschall kann der Kalk dargestellt werden.

Behandlung
Schmerzmittel lindern die Beschwerden. Bei sehr ausgeprägten Schmerzen kann in den gereizten Schleimbeutel ein entzündungshemmendes Medikament gespritzt werden.
Eine Stoßwellentherapie kann die Auflösung des Kalks beschleunigen.

Operation
Lässt sich hierdurch keine ausreichende Besserung erzielen, kann der Kalk in Schlüssellochtechnik (arthroskopisch) entfernt werden. Manchmal ist der Kalk so tief in der Sehne eingelagert, dass eine vollständige Entfernung nicht immer möglich ist. Dies ist allerdings auch nicht erforderlich, da der Restkalk vom Körper schnell abgebaut werden kann.

Kalkentfernung

Die Kalkablagerungen in der Sehne (linkes Röntgenbild, gelber Kreis) werden bei einer Arthroskopie entfernt (mittlere Bilder), die Röntgenkontrolle (rechtes Röntgenbild, gelber Kreis) zeigt die weitgehende Kalkentfernung. (Bilder: Orthopädie)