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Herzlich willkommen in der Klinik für Plastische, Wiederherstellungs- und Ästhetische Chirurgie - Handchirurgie

Die Klinik ist Teil des Klinikums Bielefeld. Auf Grund der Einbettung in ein Klinikum der Maximalversorgung kann auf ein großes Wissen, langjährige Erfahrung und modernste Technik zurückgegriffen werden. Die Klinik für Plastische Chirurgie wurde 2003 gegründet und bietet das gesamte Spektrum der Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgie an. Einer der Schwerpunkte ist die Wiederherstellung der weiblichen Brust. Mit Hilfe der Mikrochirurgie können die Plastischen Chirurgen, die Brust mit körpereigenem Gewebe von den unterschiedlichsten Körperregionen wieder aufbauen. Jeder operative Eingriff wird nach einem persönlichen Gespräch mit Beratung und Untersuchung individuell geplant und durchgeführt. Dabei wird der Körper des Menschen als absolut individuell betrachtet, um das optimale kosmetische und funktionelle Ergebnis erzielen zu können.

Die Plastische Chirurgie wird fälschlicherweise häufig als Schönheitschirurgie bezeichnet. Obwohl sie sich hauptsächlich mit der Körperoberfläche befasst, ist sie keine oberflächliche Chirurgie, sondern eine Möglichkeit den Patienten wieder Lebensqualität zu geben. Dies gilt gleichermaßen für Wiederherstellungsoperationen nach einem Unfall oder einem Tumor wie auch für eine Straffungsoperation nach Gewichtsabnahme oder eine Verjüngung des Gesichts mit einem Facelifting. Die Aufgabe dabei ist es, mit dem Patienten den für ihn oder sie passenden Weg herauszufinden und gemeinsam erfolgreich zu beschreiten.

Das Team legt ganz besonders viel Wert auf eine freundliche und kompetente Beratung und eine sehr enge vertrauensvolle Patientenbindung. Dazu wird auch die postoperative Heilungsphase in der Klinik durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen begleitet. Hier besteht eine enge Zusammenarbeit der Berufsgruppen Ärzte - Krankenpflege - Physiotherapie (Krankengymnastik).

Dieser Internetauftritt soll einen ersten Eindruck der Klinik für Plastische, Wiederherstellungs- und Ästhetische Chirurgie - Handchirurgie vermitteln. Ein persönliches Beratungsgespräch durch einen Facharzt der Plastischen Chirurgie ist allerdings unersetzlich.

Das medizinisches Versorgungsspektrum der Klinik für Plastische, Wiederherstellungs- und Ästhetische Chirurgie - Handchirurgie deckt den gesamten Bereich der Plastischen und Wiederherstellenden Chirurgie sowie der Ästhetischen Chirurgie ab.
Hierunter fallen funktionsverbessernde Eingriffe an Armen und Beinen, formverbessernde Eingriffe am gesamten Körper sowie die Handchirurgie.

Ästhetische Brustchirurgie

Brustvergrößerung

Der Wunsch nach einer Vergrößerung beruht auf dem individuellen Empfinden der Patientin einer zu kleinen oder aber auch auf einer störenden Asymmetrie der Brust. Die Brust kann auch altersbedingt, nach Gewichtsverlust oder aber im Anschluss an eine Schwangerschaft an Volumen und Elastizität verlieren. Die Vergrößerung kann prinzipiell in jedem Alter erfolgen; die Brustentwicklung sollte jedoch abgewartet werden. Auch sollten geplante Schwangerschaften beim Operationszeitpunkt berücksichtigt werden, da sie das ästhetische Ergebnis nachhaltig beeinflussen können. Im ausführlichen Beratungsgespräch wird die gewünschte Brustform und Größe, die zur Verfügung stehenden Implantate, die Schnittführung und die Implantatlage besprochen.

Implantate
In der Klinik werden qualitativ hochwertige, mit dem EU-Gütesiegel versehene Silikon-Implantate mit einer texturierten Oberfläche zur Vermeidung von Kapselfibrosen verwendet.

Schnitttechniken
Die Schnittführung ist abhängig von der gewünschten Größe und der Form des Implantates, der Konstitution und Narbenbildung der Frau. Grundsätzlich wird die Schnittführung in der Brustumschlagfalte, in der Achselhöhle und am Rand des Brustwarzenhofes unterschieden. Bei sehr schlaffen Brüsten reicht in Ausnahmefällen eine alleinige Vergrößerung nicht aus; dann ist die gleichzeitige Straffung der Brust empfehlenswert.

Implantatlage
Das Implantat kann vor oder hinter den großen Brustmuskel gelegt werden. Sehr schlanken Frauen wird zur Vermeidung eines sichtbaren Randes das Einlegen hinter den Muskel geraten. Bei eher schlaffen Brüsten mit einem weiten Hautmantel, wie es nach vorangegangenen Schwangerschaften oder altersbedingt typisch ist, erzielt man das ästhetisch schönere Resultat mit der Platzierung vor dem Brustmuskel.

Wichtige Informationen:
Klinikaufenthalt: 0 - 3 Tage
Operationsdauer: 1 - 2 Stunden Narkoseart: örtliche Betäubung, Vollnarkose
Nachbehandlung: Schlafen in Oberkörperhochlage für 3 Tage, Stütz-BH für 3 Monate, Vermeiden von anstrengenden Sportarten für 3 Monate
Risiken: Blutergüsse, Schwellung der Brust, unschöne Narbenbildung, vorübergehendes Taubheitsgefühl in den Brustwarzen, Verrutschen der Implantate, Kapselfibrose (tastbare Kapsel um das Implantat), Implantatruptur
Endgültiges Ergebnis: nach 6 Monaten
Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 1 - 2 Wochen

Brustverkleinerung

Zu groß ausgebildete Brüste stellen für viele Frauen ein elementares Problem dar. Sie fühlen sich, neben körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen, einschneidenden BH-Trägern und Ekzemen unter der Brust, auch in ihren sozialen und körperlichen Aktivitäten eingeschränkt.

Korrektureingriff
Es gibt unterschiedliche Techniken zur Verkleinerung der Brust. Für jede Brust muss die individuell geeignete Methode, die abhängig von Größe und Form der Brust ist, gewählt werden. Bei der Verkleinerung werden Haut, Fett und Drüsenkörper reduziert und die Brustwarze nach oben versetzt. Die Narben verlaufen zirkulär um die Brustwarze, senkrecht von ihr zur Brustfalte und in der Unterbrustfalte selbst. Auch narbensparende Verfahren sind möglich. Anfangs sind die Narben auffällig, verlieren aber in den ersten 3 Monaten nach der Operation an Rötung und werden flacher. Nach der Operation ist das Tragen eines Stütz-BHs für 3 Monate tags und nachts empfehlenswert, um die Last von den Narben zu nehmen.

Wichtige Informationen:
Klinikaufenthalt: 1 - 6 Tage
Operationsdauer: 2 - 3 Stunden, je nach Aufwand
Narkoseart: Vollnarkose
Nachbehandlung: Bettruhe für 24 Stunden, Schlafen in Oberkörperhochlage für 3 Tage, Stütz-BH für 3 Monate, Vermeiden von anstrengenden Sportarten und Solarium für 3 Monate
Risiken: Blutergüsse, Heilungsstörung, unschöne Narbenbildung, Verlust der Brustwarze, Einschränkung der Stillfähigkeit, Gefühlsstörung in den Brustwarzen
Endgültiges Ergebnis: nach 3 - 6 Monaten
Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 2 - 6 Wochen

Bruststraffung

Nach Schwangerschaften, Gewichtsverlust oder im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesse verliert auch die Brust an Elastizität und Spannung. Die Brustdrüse nimmt an Volumen ab, und häufig verbleibt ein leerer Hautmantel. In diesen Fällen ist die Straffung der Brust die geeignete Technik, um ein ästhetisch schönes Resultat zu erzielen. Die Straffung kann auch mit der Einlage eines Implantates kombiniert werden. Die Schnitttechnik ist vergleichbar mit der bei der Brustverkleinerung, allerdings wird bei dieser Methode kein Drüsengewebe entfernt. Nach der Operation empfehlen wir das Tragen eines Stütz-BHs für 3 Monate tags und nachts.

Wichtige Informationen:
Klinikaufenthalt: 1 - 6 Tage
Operationsdauer: 2 - 3 Stunden, je nach Aufwand
Narkoseart: Vollnarkose
Nachbehandlung: Bettruhe für 24 Stunden, Schlafen in Oberkörperhochlage für 3 Tage, Stütz-BH für 3 Monate, Vermeiden von anstrengenden Sportarten und Solarium für 3 Monate
Risiken: Blutergüsse, Heilungsstörung, unschöne Narbenbildung, Verlust der Brustwarze, Einschränkung der Stillfähigkeit, Gefühlsstörung in den Brustwarzen
Endgültiges Ergebnis: nach 3 -6 Monaten
Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 2 - 6 Wochen

Rekonstruktive Brustchirurgie

Besonderer Schwerpunkt ist die wiederherstellende Chirurgie der weiblichen Brust im Rahmen des Bielefelder Brustzentrums. Dazu gehören verschiedene Formen des Brustaufbaus nach Brustkrebsoperationen. Neben der Nutzung von körpereigenem Gewebe (DIEP- oder TRAM-Lappen, breiter Rückenmuskel) durch mikrochirurgische Techniken werden auch Alternativmöglichkeiten mit Fremdgewebe (Implantate, Expander) angeboten. Brustverkleinerungen werden bei großen Brüsten, starken Asymmetrien und angeborenen Fehlbildungen in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Es kommen sowohl klassische, als auch narbensparende Techniken zum Einsatz.

 

Rekonstruktion der Brust

Die rekonstruktive Chirurgie der weiblichen Brust befasst sich mit der Wiederherstellung der Form und Ästhetik der Brust nach Tumoroperationen. In den letzten Jahren hat die Brustrekonstruktion nach Abnahme der Brust immer mehr Beachtung gefunden. Für die Rekonstruktion der weiblichen Brust stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die individuell an die Patientin angepasst werden. Im Folgenden werden die verschiedenen Möglichkeiten zum Wiederaufbau der weiblichen Brust vorgestellt und ein kleiner Einblick in das Erfahrungsspektrum der Ärzte der Klinik gegeben. Sollte Brustkrebs festgestellt werden, der eine Amputation der Brust unumgänglich macht, so stellen sich zwei Fragen: „Wünsche ich überhaupt eine Rekonstruktion und wann soll sie durchgeführt werden.?“

Es ist heutzutage möglich, die Wiederherstellung der Brust in der gleichen Operation zu machen, bei der auch die Brust entfernt wird - ein primärer Aufbau. Dadurch wird der Patientin das Gefühl „ohne Brust aufzuwachen“ erspart. Erwiesenermaßen hat die Entfernung der Brust und ihre Rekonstruktion in einer Operation keinen negativen Einfluß auf den Verlauf der Krebserkrankung oder die möglicherweise notwendigen Folgetherapien wie Bestrahlung oder Chemotherapie. Die weitere Möglichkeit ist der sogenannte sekundäre Aufbau. Sollte bereits vor einer längeren Zeit die Brust abgenommen worden sein oder sollte sich die Patientin nicht gleich zum primären Aufbau entschließen können, so kann die Brust zu jedem anderen Zeitpunkt rekonstruiert werden. Auch hier stehen unterschiedliche Techniken und Verfahren zur Verfügung.

Verfahrenswahl
Nach sorgfältiger Voruntersuchung und individueller Beratung stehen folgende Verfahren zur Verfügung:

  • Aufbau durch körperfremdes Gewebe
  • Aufbau der Brust durch körpereigenes Gewebe
    • Aufbau mit Gewebe vom Rücken (Latissimus Muskel)
    • Aufbau mit Gewebe vom Bauch (Bauchfettlappen TRAM / DIEP)
    • Aufbau der Brust durch Gewebe vom Gesäß (S-Gap-Lappen)
    • Rekonstruktion der Brust mit Gewebe vom Oberschenkel und aus der Gesäßfalte (TMG)

 

Rekonstruktion durch körperfremdes Gewebe

Die einfachste Form des Brustaufbaus ist die Rekonstruktion durch Einlage eines Implantats. Die Brustimplantate sind in der Regel mit Silikongel gefüllt. Die technische Weiterentwicklung der Implantate ist soweit vorangeschritten, dass es selten zu einem Austreten des Silikongels aus dem Implantat kommt. In großen weltweiten Studien konnte nachgewiesen werden, dass kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Implantaten und anderen Erkrankungen, wie Migräne oder neurologischen Störungen, bestehen. Die Implantate, die in der Klinik verwendet werden, sind geprüft und in ganz Europa zugelassen. Die Rekonstruktion mit einem Implantat ist allerdings nach Abnahme der Brust nicht immer das beste Verfahren, da die verbliebene Haut nach Entfernung der Brust oft nicht mehr ausreicht. Häufig muss die Haut zunächst mit Hilfe einer sogenannten Ballonprothese (dem sogenannten Expander) aufgedehnt werden, um in einer weiteren Operation ein entsprechendes Implantat einbringen zu können.

Operative Technik
Die Hautschnitte sind auf Grund der vorangegangenen Abnahme der Brust vorgegeben. Es sind dann meist keine neuen Narben notwendig. Das Implantat wird möglichst hinter den Brustmuskel gelegt, um eine ausreichende Bedeckung des Implantats mit Weichteilgewebe zu ermöglichen. In den ersten Tagen nach der Operation erfolgt die Ableitung des Wundsekretes nach außen über einen Schlauch.

Risiken und mögliche Komplikationen
Das häufigste Problem nach einem Brustwiederaufbau durch ein Implantat ist die Kapselfibrose. Das Implantat ist ein Fremdkörper und wird vom Körper durch eine bindegewebige Hülle ummantelt. Solange die Hülle nicht getastet werden kann, treten keine Probleme auf. Allerdings kann die Hülle so fest werden, dass sie das Implantat zusammendrückt, zu hässlichen Verformungen führt und auch Schmerzen auftreten können. Das ist die Kapselfibrose. Das Implantat sollte entfernt und auf alternative Verfahren umgeschwenkt werden. Die Häufigkeit sogenannter Kapselfibrosen liegt unabhängig von der Oberfläche des Implantats bei einer Häufigkeit von bis zu 40 %. Ungefähr 80 % aller Kapselfibrosen treten in den ersten zwei Jahren nach Einbringen des Implantats auf. Wenn eine Bestrahlung geplant ist, sollte auf eine Rekonstruktion mit Implantaten verzichtet werden, da die Bestrahlung zu einer vermehrten Rate von Kapselfibrosen führt. Weitere Risiken sind Schwellungen, Entzündungen oder ein dauerhaftes Spannungsgefühl der gedehnten Haut.

Vor- und Nachbehandlung
Eine spezielle Vorbehandlung ist nicht notwendig. Sollte die Abnahme der Brust und der Aufbau in zwei Operationen erfolgen, so sollte zwischen beiden Operationen ein Zeitraum von mindestens 6 bis 9 Monaten liegen, um eine ausreichende Wundheilung der Brust zu gewährleisten. Wenn ein Expander zur Hautdehnung eingesetzt wird, so muss dieser von aussen mit Kochsalzlösung aufgepumpt werden, das geschieht nach Heilung der Haut einmal pro Woche, solange bis die notwenige Hautdehnung erreicht ist. Dieser Vorgang ist in der Regel nicht schmerzhaft, kann aber ein Spannungsgefühl erzeugen. Nach der Operation empfehlen wir das Tragen eines Stütz-BHs für drei Monate, um einen Zug auf die Narben zu vermeiden und eine schöne Narbenheilung zu gewährleisten.

Rekonstruktion durch körpereigenes Gewebe

Der Wiederaufbau der Brust mit körpereigenem Gewebe ist annerkanntermaßen die schönste und natürlichste Methode. Der große Vorteil liegt darin, dass kein Fremdmaterial, wie ein Brustimplantat benötigt wird, sondern die Brust durch natürliches Gewebe wieder hergestellt wird. Hier stehen drei Verfahren zur Verfügung, die individuell nach Anspruch der zu rekonstruierenden Brust gewählt werden müssen.

Zur Erhöhung der Patientensicherheit wird bei allen Operationen mit mikrochirurgischen Gefäßanschlüssen (TRAM, DIEP, S-GAP, TMG) eine Laboruntersuchung zur Diagnose von angeborenen Gerinnungsstörungen durchgeführt. Sollten diese Erkrankungen vorliegen, werden den Patienten üblicherweise Operationen empfohlen, bei denen das Gewebe am intakten Blutgefäß verschoben wird (Latissimus oder gestielter TRAM) oder Implantate eingesetzt werden.

Rekonstruktion der Brust mit Gewebe des Rückens

Der große Rückenmuskel (Latissimus dorsi Muskel) stellt die älteste und bekannteste Methode zur Rekonstruktion der Brust nach Brustkrebs dar. Mit dem Latissimus Muskel kann die Brust relativ sicher wieder aufgebaut werden, wobei jedoch häufig ein Implantat unter den umgelagerten Muskel gelegt werden muss, damit das Volumen der gesunden Seite entspricht. Das Entnehmen des Rückenmuskels hat keine nennenswerten Ausfälle in der Funktion des Schultergelenkes oder des Armes zur Folge, allerdings verbleibt eine quere, lange Narbe am Rücken.

Operative Technik
Die Operation findet in Vollnarkose statt. Der Muskel wird mit der darüberliegenden Haut und seinen Gefäßen vom Rücken nach vorne durchgeführt und als neue Brust geformt. Unter den Muskel kann in gleicher Operation ein entsprechendes Implantat eingelegt werden, zum Ableiten der Wundflüssigkeit werden für die ersten Tage nach der Operation Schläuche eingelegt.

Risiken und mögliche Komplikationen
In seltenen Fällen ist die Blutversorgung oder der Blutabtransport aus dem Gewebe nicht gewährleistet. Dann kann es zu einem Absterben des verschobenen Gewebes kommen. Dieses Risiko ist allerdings bei dieser Technik sehr gering. Häufig verbleibt eine Asymmetrie, da ein ausreichendes Volumen mit dieser Technik nur bei einer relativ kleinen Brust erreicht werden kann. Bei einer zusätzlichen Einlage eines Implantats kann natürlich auch das oben beschriebene Risiko einer Kapselfibrose auftreten. Relativ häufig bildet sich am Rücken eine Wundhöhle, die über längere Zeit Wundflüssigkeit produzieren kann. Relativ selten entwickelt sich eine sehr auffällige Narbe am Rücken.

Vor- und Nachbehandlung
Wie bei allen Operationen sollte die Patientin nicht mehr Rauchen, um die Blutversorgung des Gewebes nicht zu gefährden. Die Patientinnen haben nach der Operation Bettruhe von 1-2 Tagen. Anschließend wird das Tragen eines speziellen Stütz-BHs für ca. drei Monate empfohlen.

Rekonstruktion der Brust mit Gewebe des Bauches

Diese Form der Rekonstruktion ergibt in der Regel das natürlichste Ergebnis, da Haut und Fettgewebe vom Bauch am ehesten der Brust entsprechen. Es ist daher das favorisierte Verfahren. Voraussetzung ist natürlich das Vorhandensein von ausreichend Bauchgewebe. Bei der verwandten Standardtechnik wird das Bauchfettgewebe frei transplantiert. Hierbei wird lediglich Haut und Fettgewebe aus dem Bauch mit einem kleinen Bauchmuskelanteil und dem versorgenden Gefäß entnommen und an der Brust unter dem Mikroskop vernäht.
Vor der Operation werden diese Gefäße durch eine Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel dargestellt, um die OP-Planung zu vereinfachen und damit die Patientensicherheit zu erhöhen.
Der große Vorteil dieser Methode besteht darin, dass kein Bauchmuskel bzw. nur eine kleine Muskelmanschette entnommen werden muss, so dass die Bauchdecke intakt bleibt und das Risiko einer Bauchwandschwäche verschwindend gering ist. Der Aufwand dieser Operation ist am Anfang deutlich höher, führt aber in der Regel zu einem deutlich schöneren Ergebnis. Wenn ein kleines Muskelstück mittransplantiert werden muss, so nennt sich die Operation TRAM (Transverser Rectus Abdominis Muskel). Wenn nur ein Gefäß aus dem Muskel isoliert wird und der Muskel damit weitestgehend geschont wird, so heisst die Operation DIEP (Deep Inferior Epigastric Perforator). Der Bauchfettlappen kann aber auch mit dem gesamten Muskel zur Brust hochgeschlagen und als neue Brust geformt werden (gestielte TRAM-Operation). Bei dieser Technik verbleibt allerdings eine unschöne Wulst über dem Rippenbogen und häufig eine Bauchwandinstabilität auf Grund des entnommenen Bauchmuskels. Die Ärzte der Klinik führen diese Operation nur durch, wenn die freie Transplantation nicht möglich ist. Nach 6 bis 9 Monaten ist auch der innere Heilungs- und Vernarbungsprozess abgeschlossen. Das Gewebe hat dann seine endgültige Form erreicht, so dass Korrekturoperationen, wie Straffung der gegenseitigen Brust zur Angleichung oder die Rekonstruktion der Brustwarze erfolgen können. Ein vorteilhafter Nebenefffekt ist die zum Verschluß des Bauches notwendige Bauchdeckenstraffung. So entsteht ein straffer Bauch.

Operative Technik
Die Operation findet in Vollnarkose statt. Der Bauchfettlappen wird mit seinen Gefäßen zur Brust transplantiert und dort unter dem Mikroskop an neue Gefäße im Bereich des Brustbeins oder der Achselhöhle angenäht. Der Bauch, aus dem das Gewebe entnommen wurde, wird mit Hilfe einer Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) verschlossen. Dazu wird das Hautfettgewebe von der Bauchwandmuskulatur abgehoben und nach unten gezogen. Der Bauchnabel wird hierbei neu eingepasst.

Risiken und mögliche Komplikationen
In seltenen Fällen, kann es sein, dass der Körper das Gewebe nicht annimmt. Dieses Risiko liegt unter 2%. Hier wird durch eine sofortige, erneute Operation versucht, eine möglicherweise vorhandenes Blutgerinnsel (Thrombose) in den vernähten Gefäßen zu beseitigen. Weitere Risiken liegen in Wundheilungsstörungen an der Bauchdecke sowie in einem möglichen Verlust des neuen Bauchnabels, der in einer späteren Operation relativ einfach neu gebildet werden kann. Diese Komplikationen sind allerdings extrem selten. Eine Bauchwandschwäche oder einen Bauchwandbruch wurde bei den Patientinnen der Klinik nicht beobachtet.

Nachbehandlung
Die Nachbehandlung ist zunächst etwas umfangreicher. Die Patientinnen haben für 1 bis 2 Tage strikte Bettruhe und lassen sich vom Pflegepersonal verwöhnen. Die Bettruhe ist wichtig, damit die Gefäßnähte gut verheilen und das Gewebe ausreichend durchblutet wird. Desweiteren ist die Bettruhe auch sinnvoll für den Bauch, um auch hier ein schönes kosmetisches Ergebnis zu erhalten. Die Patientinnen tragen einen Bauchgurt und einen Stütz-BH zum Schutz des Gewebes und zur Verschönerung der Narben für insgesamt drei Monate Tag und Nacht. Die körperliche Überbeanspruchung des Oberkörpers sollte für insgesamt drei Monate unterlassen werden. Korrekturoperationen werden frühestens nach 6 bis 9 Monaten, d. h. nach Abschluss der inneren Narbenheilung, empfohlen. Eingeschlossen in die Korrekturoperationen, sind die angleichende Straffung der gegenseitigen Brust und natürlich die Neubildung der Brustwarze. Allerdings sollten vor dieser letzten Operation alle angleichenden Maßnahmen beendet sein.

Rekonstruktion der Brust mit Gewebe des Gesäßes

Beim Aufbau mit Gesäßgewebe wird Haut und Fett vom oberen Gesäß/Hüftbereich entnommen. Das Gewebe wird durch die obere Gesäßarterie durchblutet (S-GAP: englisch: Superior Gluteal Artery Perforator). Dieses Gewebe ist etwas schwieriger zu verpflanzen, bietet sich aber als Alternative an, wenn der Bauch zu wenig Fettgewebe hat, oder durch Voroperationen die Gefäße nicht mehr vorhanden sind. Hier kann eine zweite Operation zur Angleichung der Gesäßgegenseite notwendig werden.

Nachbehandlung
Die Nachbehandlung ist zunächst etwas umfangreicher. Die Patientinnen haben für 2 Tage strikte Bettruhe und lassen sich vom Pflegepersonal verwöhnen. Die Bettruhe ist wichtig, damit die Gefäßnähte gut verheilen und das Gewebe ausreichend durchblutet wird. Die Patientinnen tragen einen Stütz-BH zum Schutz des Gewebes und zur Verschönerung der Narben für insgesamt drei Monate Tag und Nacht. Eine körperliche Überbeanspruchung des Oberkörpers sollte für insgesamt drei Monate unterlassen werden. Korrekturoperationen werden frühestens nach 6 bis 9 Monaten empfohlen, d. h. nach Abschluss der inneren Narbenheilung. Eingeschlossen in die Korrekturoperationen, sind die angleichende Straffung der gegenseitigen Brust und natürlich die Neubildung der Brustwarze. Allerdings sollten vor dieser letzten Operation alle angleichenden Maßnahmen beendet sein.

Rekonstruktion der Brust mit Gewebe des Oberschenkels/ der Gesäßfalte

Diese Operation eignet sich vor allem für schlanke Patientinnen mit kleinen Brüsten. Der transversale myokutane Gracilislappen (TMG) gewährleistet ein sehr natürliches Ergebnis mit einer unauffälligen Narbe, die in einer natürlichen Körperfalte im Oberschenkelschritt liegt. Bei der Operation wird der Gracilismuskel mit Haut und Fett frei transplantiert. Dazu wird das Gewebe mit dem versorgenden Gefäß entnommen und an der Brust wieder unter dem Mikroskop vernäht. Das Gewebe wird entsprechend der erkrankten Brust und passend zur Gegenseite geformt. Es ist auch möglich, wenn die Erkrankung es notwendig macht, beide Brüste gleichzeitig in einer Operation mit dieser Technik aufzubauen. Der große Vorteil dieser Methode besteht für die Patientinnen darin, dass die Narbe unauffällig im Schritt liegt und gleichzeitig eine Straffung des Oberschenkels erreicht wird, ähnlich einem "Oberschenkellift". Asymmetrien an den Oberschenkeln sind selten. Die Entnahme des Muskels verursacht in der Regel keinen Funktionsverlust, da genügend andere Muskeln dessen Funktion ersetzen. Gelegentlich können für einige Monate Gefühlsstörungen an der dorsalen Oberschenkelseite auftreten. Nach 6 bis 9 Monaten ist die Heilung mit dem "Weichwerden" des Gewebes abgeschlossen. Das Gewebe hat dann in den meisten Fällen seine endgültige Form erreicht, so dass Korrekturoperationen, wie eine Straffung der gegenseitigen Brust zur Angleichung oder die Rekonstruktion der Brustwarze, erfolgen können.

Operative Technik
Die Operation findet in Vollnarkose statt. Der TMG wird mit seinen Gefäßen zur Brust transplantiert, geformt und dort unter dem Mikroskop an neue Gefäße im Bereich des Brustbeins oder der Achselhöhle angenäht. Der Oberschenkelschnitt wird mit Hilfe einer Straffung verschlossen.

Risiken und mögliche Komplikationen
In seltenen Fällen, kann es sein, dass der Körper das Gewebe nicht annimmt. Dieses Risiko liegt unter 2%. Hier kann durch eine sofortige, erneute Operation versucht werden, eine möglicherweise vorhandenes Blutgerinnsel (Thrombose) in den vernähten Gefäßen zu beseitigen.Im Schritt kann es selten zu Heilungsstörungen kommen und die Narbe kann hierdurch verbreitert sein.

Nachbehandlung
Die Patientinnen haben für 2 Tage strikte Bettruhe und lassen sich vom Pflegepersonal verwöhnen. Die Bettruhe ist wichtig, damit die Gefäßnähte gut verheilen und das Gewebe ausreichend durchblutet wird. Desweiteren ist die Bettruhe auch sinnvoll für den Oberschenkel, um dort ein schönes kosmetisches Ergebnis zu erhalten. Die Patientinnen tragen eine Kompressionshose und einen Stütz-BH zum Schutz des Gewebes und zur Verschönerung der Narben für insgesamt drei Monate Tag und Nacht. Ein Sitzen auf der Narbe in der Gesäßfalte sollte für 2 Wochen vermieden werden. Sport sollte für insgesamt drei Monate unterlassen werden. Korrekturoperationen werden frühestens nach 6 bis 9 Monaten, d. h. nach Abschluss der inneren Narbenheilung, empfohlen. Eingeschlossen in die Korrekturoperationen, sind die angleichende Straffung der gegenseitigen Brust und natürlich die Neubildung der Brustwarze. Allerdings sollten vor dieser letzten Operation alle angleichenden Maßnahmen beendet sein.

Rekonstruktion der Brustwarze und des Warzenvorhofes

Die Neubildung der Brustwarze stellt das "I-Tüpfelchen" der Brustrekonstruktion dar. Die Brustwarze sollte nie in der ersten Operation mit dem Aufbau der Brust durchgeführt werden, da es in dem ersten ½ bis ¾ Jahr nach der Operation noch zu deutlichen Formveränderungen kommen kann, und das Endergebnis letztendlich erst nach dieser Zeit zu beurteilen ist. Auch sollten angleichende Korrektur-Operationen der Gegenseite zunächst durchgeführt werden, um die Position der neuen Brustwarze korrekt bestimmen zu können. Es gibt grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten zur Bildung der Brustwarze.

Aufbau der Brustwarze durch Gewebeverschiebung vor Ort
Operative Technik:
Vor der Operation bestimmen die Patientinnen die Position der neuen Brustwarze vor dem Spiegel. Der Aufbau der Brustwarze erfolgt durch Verschiebung von kleinen Hautarealen vor Ort. Aus dem vorhandenen Gewebe kann mit verschiedenen Techniken eine neue Brustwarze geformt werden. Die Brustwarze muss zunächst deutlich größer sein, da sie an Größe um bis zu 50 % im weiteren Heilungsverlauf abnimmt.
Risiken und mögliche Komplikationen:
Der häufigste Fehler bei der Neubildung der Brustwarze ist, dass sie zu klein ist. Deshalb muss die Brustwarze unmittelbar nach der Korrektur deutlich größer sein als die Gegenseite. Ein weiteres Risiko besteht in dem Verlust der Haut und damit der neuen Brustwarze.
Nachbehandlung:
Unmittelbar nach der Operation wird ein entsprechender Verband zum Schutz der Brustwarze angelegt. Dieser muss für mindestens eine Woche kontinuierlich belassen werden. Weitere spezielle Nachbehandlungstechniken sind nicht notwendig.

Aufbau der Brustwarze mit Verwendung von Brustwarzengewebe der Gegenseite
Alternative operative Technik:
Ist die gegenseitige Brustwarze ausreichend groß, so kann die untere Hälfte entnommen werden, um die neue Brustwarze zu bilden. Da dieses die natürlichste Form der Rekonstruktion ist, ist dies das favorisiertes Verfahren. Risiken und mögliche Komplikationen:
Das Hauptrisiko ist der Verlust der neuen Brustwarze durch mangelhafte Blutversorgung. Selten ist ein eingeschränktes Gefühl der gesunden Brustwarze, das zumindest für eine gewisse Zeit, aber auch dauerhaft verbleiben kann.
Nachbehandlung:
Unmittelbar nach der Operation wird ein entsprechender Verband zum Schutz der Brustwarze angelegt. Dieser muss für mindestens eine Woche kontinuierlich belassen werden. Weitere spezielle Nachbehandlungstechniken sind nicht notwendig.

Aufbau des Warzenvorhofes mit Haut aus der Leiste
Operative Technik:
Zum Aufbau des Warzenvorhofes kann Haut aus der Leiste verwendet werden, da Leiste und Brustwarze farblich zueinander passen. An der Leiste verbleibt ledigleich eine strichförmige Narbe. Das Hauttransplantat wird um die Brustwarze, die in gleicher Sitzung gebildet wird, gelegt und mit einem Verband fixiert. Nach ca. einer Woche ist die Haut vollständig eingeheilt.
Risiken und mögliche Komplikationen:
Die neue Haut dunkelt häufig nach, was allerdings nicht zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des optischen Ergebnisses führt. Seltene Risiken sind der Verlust der Haut. In diesen Fällen muss die Operation erneut durchgeführt werden oder alternativ der Warzenvorhof tätowiert werden.
Nachbehandlung:
Nach einer Woche erfolgt die Abnahme des Druckverbandes, eine spezielle Nachbehandlung ist nicht notwendig.

Aufbau des Warzenvorhofes durch Tätowierung
Operative Technik:
Es handelt sich hierbei nicht um eine operative Wiederherstellung des Warzenvorhofes. Wir empfehlen die Durchführung der Tätowierung bei einer entsprechenden ausgebildeten Kosmetikerin. Es handelt sich um ein relativ einfaches Verfahren, wobei allerdings mehrere Sitzungen auf Grund des vorsichtigen Farbfindens und Erreichen der korrekten Farbintensität des Warzenvorhofes notwendig sein können.

 

Korrekturen der Brust

Angleichung der Gegenseite
Eine rekonstruierte Brust wird nie zu 100% wie die gesunde Gegenseite, so dass hier eine Angleichung der gesunden Seite erfolgen sollte. Hierbei kann die gesunde Seite auch von den Veränderungen des Alters befreit werden. Dieser zweite Eingriff, der in der Regel viel kleiner ist als der erste rekonstruierende Eingriff, sollte nach einem ½ bis ¾ Jahr durchgeführt werden, wenn die rekonstruierte Brust ihre Endform erreicht hat. Viele Frauen stehen dem Eingriff an der gesunden Brust sehr skeptisch gegenüber. Allerdings ist dieser relativ unkompliziert und verbessert die Lebensqualität deutlich durch das Erzielen einer Symmetrie beider Brüste.