Diese Website verwendet Cookies. Wir verwenden diese, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Sie geben Einwilligung zu unseren Cookies, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.

Mehr Informationen

Patellaluxation (herausspringende Kniescheibe) und Patellalateralisation (nach außen stehende Kniescheibe).

Die Kniescheibe wird unter anderem durch einen eigenen inneren und äußeren Bandapparat in der Mitte des Knies in der sogenannten Gleitrinne gehalten. Eine ausgeglichene, gut trainierte Oberschenkelmuskulatur trägt dazu wesentlich bei. Auch die knöcherne Form der Kniescheibe und der Gleitrinne sowie die Beinachse spielen eine Rolle. Durch einen Unfall kann der Bandapparat beschädigt werden, so dass die Kniescheibe herausspringt. Einige Menschen haben eine natürliche Veranlagung für einen eher lockeren Bandapparat und erleiden dadurch häufiger eine Patellaluxation.

Kommt es trotz konservativer Therapie immer wieder zu Luxationen, ist eine Operation sinnvoll. Durch die Operation soll die Kniescheibe wieder zentriert und stabilisiert werden. Dazu kann der Bandapparat durch Nähte wiederhergestellt werden. In einigen Fällen ist der Bandapparat zu schwach oder zu geschädigt und muss durch ein Sehnentransplantat verstärkt werden (MPFL-Plastik). Zusätzlich kann auch der Muskelzug korrigiert werden. In seltenen Fällen ist ein Versatz des Kniescheibenbandes erforderlich.

Die Entscheidung über das Operationsverfahren richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten. Manchmal müssen die verschiedenen Techniken kombiniert werden. Wurde der Bandapparat genäht oder durch ein Sehnentransplantat (MPFL-Plastik) verstärkt, darf das Knie nach der Operation nicht voll gebeugt werden. In der Regel wird die Beugung mit einer Knieorthese (Knieschiene) über insgesamt 6 Wochen stufenweise begrenzt. Ein knöcherner Versatz des Kniescheibenbandes macht evtl. eine Teilentlastung des Beines notwendig. Die Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur ist ein wesentlicher Teil der Nachbehandlung.

Behandlung der Patellainstabilität

Die Röntgenbilder zeigen die Position der Kniescheibe (blaue Umrandung) vor und nach einer Zentrierungsoperation. Das linke Röntgenbild zeigt eine zu weit nach außen stehende Kniescheibe, die bereits mehrfach herausgesprungen war. Das rechte Bild zeigt die nun zentrierte Kniescheibe nach Versatz des Kniescheibenbandes und MPFL-Plastik. (Bilder: Orthopädie)