Brüche um das Ellenbogengelenk

Zu den Brüchen um das Ellenbogengelenk herum zählen der Ellenhakenbruch (Olecranonfraktur) , Speichenköpfchenbrüche und Brüche der Oberarmrolle. Wir behandeln sowohl kindliche Verletzungen als auch Verletzungen des Erwachsenen. Grundsätzlich ist das Ziel eine möglichst frühe Beweglichkeit des Gelenkes durch die Behandlung zu ermöglichen, um einer Einsteifung des Gelenkes entgegenzuwirken. Komplizierte Frakturen können zur Zerstörung der Gelenkflächen und Instabilität führen. Zur operativen Versorgung sind häufig Spezialimplantate erforderlich, die sich an die zierlichen Knochen und besonderen anatomischen Gegebenheiten des Ellenbogengelenkes anpassen lassen.

In seltenen Fällen lässt sich eine Rekonstruktion der knöchernen Verletzung nicht bewerkstelligen und es kommen künstliche Gelenkanteile oder ein komplettes künstliches Ellenbogengelenk zum Einsatz.

Fallbeispiel: Processus coronoideus Fraktur

Die Verletzung:
Im Juni 2019 zog ich mir auf der linken Seite eine Ellenbogenverletzung zu. Das Gelenk war ausgekugelt und es tat richtig weh. Das Team an der Rosenhöhe hat das Gelenk dann wieder eingerenkt und das Gelenk bei der anschließenden Operation so stabilisiert, dass ich heute wieder gut zurecht komme.

Die Versorgung:
Ellenbogenluxationsverletzung mit Fraktur des Processus Coronoideus. Operative Stabilisation des Knochenfragmentes mit spezieller Platte.

Fallbeispiel: Schwere Ellenbogenluxationsverletzung

Die Verletzung:
Da bin ich ganz schön hingefallen. Der Ellenbogen tat ziemlich weh und ich konnte den gar nicht mehr bewegen. Auf der Rosenhöhe haben die den gut wieder hinbekommen. Ich habe keine Schmerzen und komme mit dem Arm gut zurecht.  Das künstliche Teil merke ich gar nicht.

Die Versorgung:
Schwere Ellenbogenluxationsverletzung (11/2019) links mit Brüchen des Olecranons und Speichenköpfchens sowie völliger Verrenkung des Gelenkes. In einer ersten Operation wurde notfallmäßig das Gelenk eingerichtet und der Ellenhaken mittels Doppelplatte stabilisiert. Intraoperativ wurde der Versuch einer Speichenköpfchenrekonstruktion mit Platte und Schrauben unternommen aber bei instabilen Verhältnissen frühzeitig in einer zweiten Operation eine zementfreie monopolare Speichenköpchenprothese mit radialer Bandstabilisation eingesetzt. Nach 6 Monaten besteht eine annähernd freie Beweglichkeit bandstabil ohne Schmerzen.